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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät - Angewandte Geographie und Raumplanung

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät | Geographisches Institut | Angewandte Geographie und Raumplanung | Forschung | Verdrängungsprozesse in der Landeshauptstadt München - Möglichkeiten der kommunalen Einflussnahme auf einem zunehmend angespannten Wohnungsmarkt

Verdrängungsprozesse in der Landeshauptstadt München - Möglichkeiten der kommunalen Einflussnahme auf einem zunehmend angespannten Wohnungsmarkt

Projektkurzbeschreibung

Auf angespannten Wohnungsmärkten, wie dem der Stadt München, kommt es zu Verdrängungsprozessen von Mieterhaushalten. Dies geht nicht nur mit besonderen Härten für die Betroffenen einher, sondern impliziert auch tiefgreifende städtebauliche Veränderungen (z. B. Aufwertung, Gentrifizierung). Die genaue Kenntnis der Mechanismen der Verdrängung ist Voraussetzung für eine gezielte stadtentwicklungspolitische Intervention in solche Prozesse. Die größte Bedeutung haben dabei Formen der direkten Verdrängung, die auf gravierende Veränderungen (z. B. Mieterhöhungen, Modernisierungen) zurückzuführen sind, denen Mieterhaushalte in ihrem Mietverhältnis ausgesetzt sind. Zugleich sind die kleinräumig bzw. je nach Gebietstyp sehr unterschiedlichen Wohnungsmarktdynamiken zu berücksichtigen.

Das Forschungsprojekt untersucht die in München ablaufenden Verdrängungsprozesse. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf die direkte Verdrängung von Mieterhaushalten aus ihrer Wohnung (verdrängungsbedingte Umzüge). Ergänzend soll das Phänomen der Verdrängung aus dem Lebensstandard (einschließlich Lock-in-Effekten) untersucht werden, das viele Mieter_innen betrifft, die in ihrer Wohnung verbleiben, obwohl sie einem erheblichen Verdrängungsdruck ausgesetzt sind. Zu letzterem für das soziale Miteinander in einer Stadt ganz wesentlichen Phänomen liegen bislang fast keine wissenschaftlichen Befunde vor.

Die Studie bedient sich eines mehrstufigen Fallstudiendesigns, das sich aus einer Presseanalyse, Experteninterviews und leitfadengestützten Interviews zusammensetzt. Die Ergebnisse sollen so beschaffen sein, dass Handlungsoptionen und -empfehlungen für die kommunale Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik abgeleitet werden können.

 

Projektlaufzeit:     Februar 2020 bis März 2021

 


Projektleiter:          Dr. Fabian Beran
                           Angewandte Geographie/Raumplanung
                           fabian.beran@geo.hu-berlin.de

                                

                           Prof. Dr. Henning Nuissl
                           Angewandte Geographie/Raumplanung
                           henning.nuissl@geo.hu-berlin.de