Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät - Geographisches Institut

28.01.2020 | 16:00 - 18:00 | Geographisches Kolloquium

Wann 28.01.2020 von 16:00 bis 18:00 (Europe/Berlin / UTC100) iCal
Wo Rudower Chaussee 26 | ESZ | Raum 0'311
Kontaktname
Kontakt Telefon +49 30 2093 6815

Geographisches Kolloquium am Geographischen Institut

 

Barbara Lenz
(HU Berlin / DLR)

 

Automatisierung: Zukunft der Mobilität?

 

Liebe Kolleg*innen, liebe Studierende,

zum Geographischen Kolloquium möchten wir Sie alle herzlich in dieser Woche einladen:

Prof. Dr. Barbara Lenz: Autonomes Fahren – Akzeptanz,
Nutzungserwartungen und räumliche Wirkungen

Dienstag, 28.01.2020
16 Uhr c.t.
Raum 0'311
Erwin-Schrödinger-Zentrum
Rudower Chaussee 26

Abstract :

Automatisierung, das heißt die Übernahme der Fahraufgabe durch ein maschinelles Steuerungssystem, wird zunehmend als technologische Entwicklung verstanden, die mittelfristig weite Bereiche des Verkehrs bestimmen wird.

Während für den Schienenverkehr hauptsächlich eine Optimierung des Systems und dadurch ein Zugewinn neuer Kapazitäten erwartet wird, wird mit Blick auf den Straßenverkehr zwar ebenfalls die Frage nach Optimierungsmöglichkeiten im System gestellt – Verbesserung der Verkehrsflüsse, Erhöhung der Verkehrssicherheit, Entwicklung neuer door-to-door Dienste – , aber es geht auch um Fragen wie Akzeptanz und Nutzung der neuen technischen Möglichkeiten durch den Menschen und daraus resultierende Nutzungswirkungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Nutzungsbereitschaft und dafür relevante Faktoren, insbesondere die Beurteilung alternativer Zeitverwendungsmöglichkeiten und damit die Bewertung des Reisezeitaufwandes – in der Sprache der Verkehrsforschung geht es um den subjektiven „value of time“.

Für die verkehrlichen ebenso wie für die räumlichen Wirkungen, die sich aus der Automatisierung des Personenverkehrs ergeben, ist der value of time von grundlegender Bedeutung: Seine Ausprägung entscheidet darüber, welche Wegelängen und Wegezeiten Menschen bereit sind zurückzulegen, um die für sie notwendigen und von ihnen gewünschten Aktivitäten auszuführen. Dies wiederum kann sich unmittelbar auf Siedlungsmuster auswirken, vergleichbar und möglicherweise noch deutlich stärker wie die Auswirkungen der Motorisierung der Haushalte seit den 1960er Jahren und bspw. neuen Versorgungsangeboten auf der sog. „Grünen Wiese“.

Der Vortrag wird einen Einblick in den aktuellen Forschungsstand zu Akzeptanz und Nutzung des automatisierten Fahrens geben und mögliche, daraus resultierende räumliche Wirkungen diskutieren.

 

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und eine lebhafte Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen,
Mattias Romberg