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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät - Klimageographie

 

Niederschlagsmuster, Schnee- und Gletscher-Reaktion in Hochasien und ihre Variabilität auf subdekadischen Zeitskalen 

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Variabilität der Energie- und Massenbilanz von Schneedecken und Gletschern

(precipitation patterns, snow and glacier response in High Asia and their variability on sub-decadal time scales - High Asian Snow Cover and Glacier energy and mass balance variability [prime-SG])

Quelle: Tobias Bolch 2011; ETH Zürich.

 

Niederschlag ist durch die Verknüpfung komplexer Atmosphärenprozesse mit dem Hydrologischen Kreislauf, der Schneebedeckung und der Massenbilanz von Gletschern und Eiskappen eines der wichtigsten Klimaelemente. Zudem nimmt er eine Schlüsselrolle für das Management von Wasserresourcen und die Prävention von Naturkatastrophen, wie Fluten und Dürren ein. Dies gilt insbesondere für das Untersuchungsgebiet, welches Hochasien - also das Tibetplateau und die umgebendenen Gebirgsketten - umfasst.

Die Forschung im Rahmen von prime fokussiert die Generierung und Validierung verbesserter gegitterter Niederschlagsdatenssätze, welche auf neuen Fernerkundungs- und bestehenden numerischen Modelldaten beruhen. Höhere Genauigkeit und verbesserte Kenntnis von Niederschlagstyp und -variabilität ermöglichen es, das Verständnis der räumlichen und zeitlichen Variationen von Gletschermassenbilanzen und der saisonalen Schneebedeckungen in verschiedenen Regionen Hochasiens zu erweitern.

Der Beitrag des Teilprojekts prime-SG zum Projektpaket prime findet sich in drei wesentlichen Forschungsbereichen wider. Erstens werden die neu abgeleiteten Niederschlagsdatensätze mithilfe einer Kombination aus MODIS-Satellitendatensätzen zur Schneebedeckung und Modellläufen mit einer erweiterten Version des Coupled Snow and Ice Energy and Mass Balance Modells (COSIMA) evaluiert. Hierfür wird in COSIMA gefrorener Grund anstatt Eis als Basis unter der Schneebedeckung eingeführt. Die Ergebnisse ermöglichen dann die Evaluierung der Konsistenz von modellierten und durch Fernerkundung gewonnenen Schneefallereignissen. Die Modellierung der durch Einzelereignisse abnehmenden Schneebedeckung wird mit Hilfe von MODIS-Satellitendatensätzen evaluiert. Zum Zweiten wird eine weiterentwickelte Version von COSIMA für die Simulation von Energie- und Masseflüssen auf ausgewählten Gletschern in Hochasien, zu denen Beobachtungsdaten verfügbar sind, genutzt. Drittens werden im Rahmen von prime-SG die treibenden Faktoren der Sensibilität von Gletschermassenbilanzen und deren Abhängigkeit von räumlicher Variabilitiät und atmosphärischem Antrieb analysiert. Diese Analyse wird sowohl auf Basis von Sensitivitätsmatritzen und der Analyse zeitlicher Muster atmosphärischen Antriebs als auch auf den sich hieraus ergebenden Energie- und Masseflüssen in den verschiedenen Regionen erfolgen.

 

Team

 

Laufzeit

  • Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre: Januar 2017 bis Dezember 2019

 

Förderung

 

Projektpartner

Kooperationspartner

 

Bitte entnehmen sie projektbezogene Publikationen der Publikationsliste der Abteilung Klimageographie.