Profil
Profil
In der Lehre wird die Landschaftsökologie in ihrer Einbettung innerhalb der Geographie behandelt. Der Einfluss des Menschen auf Landschaftsgestaltung steht dabei im Vordergrund. Ansätze nachhaltiger Landnutzung (besonders in Berggebieten) und alle Formen pragmatischen Naturschutzes (inklusive der Rolle, die der Tourismus darin bewirkt) sind Themen der Vorlesungen, Seminare und Exkursionen. Die "Tragfähigkeit der Erde" wird an Beispielen aus Bergregionen (Japan, Bhutan, Tanzania, Schweiz, Ecuador, Venezuela, Costa Rica) veranschaulicht. Auch die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Projekten des Ressourcenmanagements durch Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit ist Teil des Unterrichts. Regional stehen das östliche Deutschland, Lateinamerika und das südliche Afrika im Vordergrund.
In Exkursionen wird u.a. die Untrennbarkeit von Humangeographie und Physischer Geographie vermittelt und an Beispielen in Deutschland, Polen, Schweiz und Zentral-Amerika gezeigt.
In der Forschung stehen Ansätze nachhaltiger Landnutzung im Vordergrund. Dabei sind zwei Bereiche derzeit besonders aktuell:
Management von Naturschutz
- Zonierung
- Nutzungstoleranz
- Tragfähigkeitsgrenzen
- Besucherbindung und Besucherlenkung
- Umweltinformation
- Bufferzonemanagement
- Naturschutz in der Raumplanung
Ansätze nachhaltiger Landnutzung
- Erfassung aktueller Landnutzung und verursachter Umweltbelastung
- Vergleich traditionelle Landnutzung mit jungen Innovationen
- Landnutzungsplanung
- Finanzierung und Steuerung der ländlichen Regionalentwicklung
- Tourismus und Ressourcenerhaltung
- Umweltverträglichkeit von touristischen Vorhaben
- Wildlife Management
- Umweltmanagement in Gebieten mit eingewanderten Flüchtlingen
- Management natürlicher Ressourcen in Konfliktgebieten
Zusammenarbeit existiert derzeit intensiv mit den Universitäten in Hamburg, Göttingen, Mainz, Tübingen und Greifswald in Deutschland, der Universidad Nacional de Costa Rica in Heredia, der Universidad de Costa Rica in San José, der University of Namibia in Windhoek, der University of the South Pacific in Suva/Fiji und der Lincoln University bei Christchurch.
Zusammenarbeit für die Praxis der Umsetzung wird in erster Linie mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eschborn und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich gepflegt.


