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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät - Geomorphologie, Bodengeographie, Quartärforschung

Geomorphologie, Bodengeographie und Quartärforschung

In der Lehre wird der gesamte Bereich der geologischen Grundlagen für Geographen, der Geomorphologie und der Bodengeographie/Bodenkunde abgedeckt. Dies geschieht neben Vorlesungen, Seminaren und Übungen schwerpunktmäßig durch Gelände- und Laborpraktika, sowie durch Studien begleitende Exkursionen.

Eine regionale Konzentration der Lehrveranstaltungen erfolgt überwiegend auf das norddeutsch-polnische Tiefland, das nordostdeutsche Mittelgebirgsvorland, die südamerikanischen Anden in ihrer gesamten Erstreckung und die zentralasiatischen Hochgebirge. Die Exkursionen sind dabei komplex orientiert. Sie berücksichtigen auch wesentliche kulturgeographische Aspekte der Zielregionen insbesondere dann, wenn die Konsequenzen der sich verändernden Flächennutzung zur Bodendegradation bzw. zu einer Intensivierung der Abtragsprozesse führen.

In der Forschung richtet sich das Hauptaugenmerk auf eine vergleichende Periglazial- und Glazialmorphologie des Quartärs in den Hochgebirgen und dem norddeutschen sowie polnischen Tiefland, bei besonderer Betonung der unmittelbaren und weiteren Umgebung von Berlin, sowie auf das räumlich sich anschließende Mittelgebirgsvorland. Feinstratigraphische Untersuchungen an Sedimenten und Paläoböden des Pleistozäns und Holozäns sollen dabei dem besseren Verständnis des Päläoklimas dienen, um sicherere Rückschlüsse auf die gegenwärtigen Veränderungen unseres Klimas ziehen zu können.

Die vergleichenden Untersuchungen zu den oben genannten Forschungen stützen sich nicht nur auf traditionelle Methoden der Geomorphologie, Quartärstratigraphie, Petrographie, Sedimentologie und Pedologie, sondern es werden vor allem zur Quantifizierung von Relief-, Klima- und Bodeneigenschaften auch Methoden der Wissenschaftlichen Visualisierung, der Geo-Informationssysteme, der Geomorphometrie und der digitalen Satelliten- und Luftbildanalyse, sowie auch Methoden der Optisch stimulierte Lumineszenz (OSL) und der Röntgendiffraktometrie eingesetzt.