Barbara Zahnen kommt ursprünglich aus der naturwissenschaftlichen Physischen Geographie und sammelte dort auch einige Lehr- und Forschungserfahrung, unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Klimatologie des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität. Während dieser Zeit begann sie mehr und mehr, eine geisteswissenschaftliche Dimension in ihre Arbeit einzubeziehen. In der Folge promovierte sie mit einer Arbeit, die einerseits eine empirische Studie der Stadtklimatologie darstellt, andererseits aber durch eine geisteswissenschaftliche Reflexion dieser naturwissenschaftlichen Studie ergänzt wird. Die Arbeit wurde mit dem Humboldt-Preis 2003 ausgezeichnet. Nach einer weiteren intensiven Beschäftigung mit performativen Verstehensprozessen in der Physischen Geographie widmet sich Barbara Zahnen heute einem Forschungsfeld, das an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Philosophie und Fragen der Künste liegt und das zugleich als ein theoriebildendes Unternehmen verstanden werden kann, das den Wert und das Potenzial geographischen Wissens und Könnens neu beschreibt. Barbara Zahnen wurde unter anderem von der DFG gefördert ("Eigene Stelle") und war jüngst eingeladener Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie in Weimar.